Grundsätzliches zur Verständigung zwischen Mensch und Tier

1.

Hundliches Denken ist anders als menschliches. Der Hund schlussfolgert aus Erfahrung, nicht aus logischen (abstrakten) Überlegungen.

Er entspricht in der Auffassungsgabe etwa einem 1 1/2 jährigen Kind. Er "versteht" weniger unsere Worte als unseren Tonfall.

Kurze, ständig wiederholte Worte mit gleicher körperlicher Einwirkung werden für ihn zu einem Begriff (Sitz, Halt, Fuß) "verknüpft.

2.

Wie lehrt man Befehle? Die ursprüngliche  (körperliche) Einwirkung wird mit der stellvertretenden (Worte oder Zeichen) durch ständiges Üben so fest "verknüpft", bis nach einiger Zeit die stellvertretende Einwirkung allein genügt, um das erwünschte Verhalten des Hundes auszulösen.

3.

Der Hund muss das von uns Gewollte als seinen Vorteil erkennen. Alles von uns nicht Gewollte ist zu verleiden.

4.

Blitzschnelles reagieren auf unerwünschtes Verhalten durch Strafen und blitzschnelles Reagieren auf gewünschtes Verhalten durch Lob sind für das Begreifen des Hundes entscheidend.

5.

Individualisieren! (Erläutern an "Sitz", "Halt", und "Apport"). Der Hund ist ein ausgezeichneter Bewegungsseher. Deshalb bewusste Sichtzeichen (Fingerheben bei "Sitz", Armeheben bei "Halt").

6.

Ziel: restlose Unterordnung. Wir befehlen -der Hund gehorcht. Dazu sind erforderlich: absolut konsequentes Sichdurchsetzen, fester Wille, eigene innere Sicherheit!

7.

Bei jeder, auch der kleinsten neuen Anforderung überlegen: Wie fasst der Hund das auf? Bei jedem Versagen überlegen:

Welchen Fehler habe ich gemacht?

8.

Prügel sind kein Dressurmittel! Sie dienen allenfalls zur Herstellung der Rangordnung bei einem Angriff des Hundes gegen seinen Halter (Rudelführer).

9.

Zusammenfassung:

- Sich selbst verhundlichen!

- Blitzschnell reagieren!

- Konsequentes Durchsetzen!

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