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Wie schütze ich
meine Katze?
Informationen zu vorbeugenden Schutzimpfungen
(Mit freundlicher Genehmigung von Virbac
Tiergesundheit)
Inhalt:
Schutzimpfung - Warum?
KATZENLEUKOSE
KATZENSCHNUPFEN
KATZENSEUCHE
TOLLWUT
FIP
FIV
Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung – was ist das?
Wann und wie sollte geimpft werden?
Der Impfpass – wozu dient er?
Mit Hund und Katze ins Ausland – was ist zu beachten?
Schutzimpfung - Warum?
Mit der Anschaffung Ihrer Katze haben Sie nicht nur einen verspielten,
verschmusten, aufmerksamen, vielleicht auch eigenwilligen Hausgenossen erworben,
von dem Sie sich zu Recht viel Freude versprechen; Sie haben zugleich
Fürsorgepflicht und damit Verantwortung für ein schutzbedürftiges, von Ihnen
abhängiges Lebewesen übernommen. Dazu gehört neben einer artgerechten Haltung,
Ernährung und Pflege die Abwehr von Gefahren durch häufige
Infektionskrankheiten, denen Ihre Katze wenige Wochen nach der Geburt schutzlos
ausgesetzt ist. Eine rechtzeitige Impfung schützt Ihr Tier und gibt Ihnen
Sicherheit. Denn heute gibt es zuverlässige Impfstoffe gegen die meisten der
folgenden Infektionskrankheiten der Katze:
KATZENLEUKOSE
KATZENSCHNUPFEN
KATZENSEUCHE
TOLLWUT
FIP
FIV (Impfung zzt. nicht möglich)
Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache bei Katzen.
Der Erreger ist ein Virus, das mit den Immunschwäche-Viren bei Katzen (FIV) und
bei Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose - Virus befällt ausschließlich
Katzen. Es wird leicht übertragen: nicht nur durch Kontakt zu kranken Katzen,
sondern auch über den Fressnapf, die Katzentoilette etc. Infizierte Muttertiere
können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf Ihre Welpen übertragen.
Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel
ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Katzenleukose eine große Rolle. Die
Erkrankungen durch Katzenleukose sind äußerst vielseitig und werden in zwei
große Gruppen zusammengefasst: Erkrankungen durch Schwächung des Abwehrsystems
und Tumor-Erkrankungen. Als Folge der Abwehrschwäche wir die Katze für sonst
harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle
möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln.
Des Weiteren können bei einer leukosekranken Katze die übrigen Schutzimpfungen
fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, Schutzstoffe zu
bilden. Deshalb ist eine Impfung gegen Katzenleukose die Basis für weitere
Impfungen, die gleichzeitig erfolgen können.
"JEDE WIEDERKEHRENDE ODER TROTZ
BEHANDLUNG NICHT HEILENDE
ERKRANKUNG IST LEUKOSEVERDÄCHTIG"
Der Katzenschnupfen ist eine sehr häufige Erkrankung junger, ungeimpfter Katzen
oder Katzenwelpen, die von einer ungeimpften Mutter stammen. Aber auch ältere
Tiere können erkranken. Der Katzenschnupfen wird im wesentlichen durch zwei
Viren verursacht: Das Rhinotracheitis- und das Calici - Virus. Weitere Erreger
können beteiligt sein. Die Katze steckt sich entweder an einer kranken Katze an
oder an einem gesund aussehenden Tier, das die Erkrankung überlebt hat und
zeitweilig Viren ausscheidet. So harmlos wie sein Name ist Katzenschnupfen
leider selten. Er beginnt in der Regel mit Niesen, gefolgt von einem zunächst
klaren Nasen- und Augenausfluss, der schnell schleimig und eitrig wird. Hinzu
kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Die Nasenlöcher
verkleben, die kranke Katze atmet nunmehr durch den Mund, wodurch die Infektion
tiefer gelegene Abschnitte des Atmungsapparats ergreift. Es kommt zur Entzündung
der Luftröhre, der Bronchien und sogar der Lunge. Husten ist die Folge. In
manchen Fällen treten schmerzhafte Geschwüre in der Maulhöhle auf. Nicht
rechtzeitig erkannt und behandelt, führt der Katzenschnupfen nicht selten zum
Tod.
"HARMLOS IST BEIM KATZEN-
SCHNUPFEN NUR DER NAME."
Die Katzenseuche ist in Häufigkeit seit der Einführung der Impfung
zurückgegangen. Ausbrüche beobachtet man heute bei ungeimpften oder nicht
ausreichend geschützten Katzen jedes Alters. Ihr Erreger ist ein Virus, das in
der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann. Die
Katzenseuche wird darum nicht nur durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier
übertragen, sie kann auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung, den
Händen oder mit Gegenständen, die für mehrere Katzen benutzt werden,
eingeschleppt werden. Wie bei den meisten Viruskrankheiten der Katzen gibt es
auch bei der Katzenseuche gesunde Virusausscheider als weitere
Ansteckungsquelle. Typisch ist das Auftreten der ersten Symptome:
Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust. Zu diesem Zeitpunkt
haben die Katzen sehr hohes Fieber. Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv,
zunächst Reste der letzten Mahlzeit, bald nur noch Schleim und Galle. Überleben
sie dieses Stadium, so kann sich ein schwerer, beinahe unstillbarer Durchfall
einstellen, der Blut- und Darmschleimhautfetzen enthalten kann. Erbrechen und
Durchfall führen zu einer sehr raschen Austrocknung, einem deutlich sichtbaren
Verfall und letztlich zum Tod. Die Behandlung der Katzenseuche ist aufwändig und
nicht immer erfolgreich.
„ERBRECHEN UND DURCHFALL
KENNZEICHNEN DIESE TÖDLICH
VERLAUFENDE KRANKHEIT.“
Die Tollwut ist für alle Säugetiere – ebenso für den Menschen –
lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast
ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das
zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und
Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit,
Gleichgewichtsstörungen, gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich
zum Tod. Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biss
tollwutkranker Katzen und Hunde. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen
gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche
der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche sind bei Tollwutkranken und
tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein
Kontakt mit einem tollwütigen Tier vermutet werden kann. In einem solchen Fall
kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, ihr Tier ist nachweislich gegen
Tollwut schutzgeimpft.
„DIE IMPFUNG IHRER KATZE
SCHÜTZT AUCH SIE.“
Die FIP (Feline Infektiöse Perintonitis) – zu Deutsch: ansteckende
Bauchfellentzündung der Katze – ist eine relativ häufige, tödlich verlaufende
Viruserkrankung der Katze. Die Übertragung erfolgt durch den direkten mit einer
FIP - erkrankten Katze oder indirekt über unbelebte Gegenstände wie
Katzentoiletten, Bürsten und Ähnliches. Die FIP beginnt in der Regel mit
vermindertem Appetit, Fieber und Bewegungsunlust. Nach einer unterschiedlich
langen Zeit kommt es bei einem Teil der Tiere zu Flüssigkeitsansammlung in der
Bauchhöhle, der Brusthöhle oder dem Herzbeutel. Der Tierarzt spricht dann von
einer „feuchten FIP“. Daneben kann das Virus aber auch knötchenartige
Veränderungen an inneren Organen hervorrufen. Diese „trockene FIP“ ist aufgrund
unterschiedlicher Krankheitssymptome schwer zu diagnostizieren.
„EINE HÄUFIGE ERKRANKUNG
IN ZUCHTEN.“
Das Feline Immunschwäche-Virus (FIV) ist dem HIV des Menschen, dem Aids-Virus,
sehr ähnlich. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch
ausgeschlossen. Das FIV wird hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen,
z.B. anlässlich von Revierverteidigungskämpfen oder während des Paarungsaktes
durch den Nackenbiss des Katers. Die FIV - Infektion führt, ähnlich wie die
Katzenleukose - Infektion, zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge
es zu den verschiedensten Krankheitszeichen kommen kann. Häufig beobachtete
Symptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfensymptome,
schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrößerte Lymphknoten und
Durchfall. Die Infektion endet immer tödlich. Besonders häufig ist FIV
allerdings nur bei älteren, nicht kastrierten Katern mit freiem Auslauf. Im
Gegensatz zu allen bisher besprochenen Infektionskrankheiten steht gegen die FIV
- Infektion kein Impfstoff zur Verfügung.
„AUCH KATZEN - AIDS GENANNT, ABER
FÜR DEN MENSCHEN UNGEFÄHRLICH.“
Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung – was
ist das?
Die Auseinandersetzung des Organismus mit verschiedenen abgeschwächten oder
abgetöteten Erregern anlässlich von Impfungen führt zur Bildung von
Schutzstoffen (sog. Antikörpern). Diese werden mit der Muttermilch übertragen,
so dass Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese Weise geschützt sind.
Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere müssen
frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden.
Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen der
eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist die Grundimmunisierung
meist erst nach zweimaliger Injektion bei jungen Tieren abgeschlossen.
Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen
Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. Nur so wird
gewährleistet, dass Ihre Katze dauerhaft geschützt ist.
Achten sie stets auf die Termine für Wiederholungsimpfungen in Ihrem Impfpass.
Wann und wie sollte geimpft werden?
Jungtiere werden im Allgemeinen zwischen der siebten und zehnten Lebenswoche
erstmalig geimpft. 3 bis 4 Wochen später erhalten sie in der Regel eine erneute
Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen. Danach ist lediglich eine
Wiederholungsimpfung in jährlichem Abstand notwendig. Weitere Impfschemata sind
jedoch möglich und je nach Bedarf auch erforderlich. Für die Impfung selbst
stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der
beschriebenen Infektionskrankheiten schützen. Was zu welchem Zeitpunkt und wie
oft geimpft werden soll, entscheidet Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm
bekannten Seuchenlage. Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung
gesund und entwurmt sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.
Der Impfpass – wozu dient er?
Anlässlich der ersten Impfung oder beim Kauf eines Tieres erhalten Sie
normalerweise einen Impfpass. Darin stehen nicht nur alle Daten zu bereits
erfolgten Impfungen, sondern auch persönliche Daten zur Identität Ihrer Katze.
Ferner lässt sich der nächste Impftermin aus diesem Dokument ablesen. Der
Impfpass wird bei grenzüberschreitenden Verkehr mit Hund und Katze zum Nachweis
der verlangten Schutzimpfungen unbedingt benötigt. Des weiteren dient er dem
Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut, die im Verdachtsfall das geimpfte
Tier gesetzlich weitaus besser stellt als ein ungeimpftes Tier. Bewahren Sie
Ihren Impfpass deshalb sorgfältig auf und legen Sie ihn bei jeder
Wiederholungsimpfung Ihrem Tierarzt vor.
Mit Hund und Katze ins Ausland – was ist
zu beachten?
In verschiedenen Ländern gelten Vorschriften für die Einfuhr von Hunden und
Katzen. Sie dienen dem Schutz vor Einschleppung von Krankheiten, insbesondere
der Tollwut.
Häufig genügt der Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut, für manche
Länder sind jedoch zusätzliche Formalitäten zu beachten. Einige Länder schreiben
zwingend vor, dass alle Hunde und Katzen mit einem elektronischen Mikrochip
versehen sind, der eine sichere Identifikation der Tiere gewährleistet.
Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig (mind. 3-6 Monate) vor Antritt Ihrer
Reise. Ihr Tierarzt hält für Sie eine kleine Broschüre der Virbac
Tierarzneimittel bereit, in der die Einfuhrbestimmungen der beliebtesten
Reiseländer aufgelistet sind.
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